Baustart für die Kommentierung des Kriegerdenkmals

Ein langjähriges Anliegen vieler Bramfelderinnen und Bramfelder geht nun endlich in die Umsetzung: Die Neugestaltung des Vorplatzes am Kriegerdenkmal nahe dem Alten Teich beginnt. Das in den 1930er-Jahren während der NS-Zeit errichtete Denkmal, das aufgrund seiner kriegsverherrlichenden Darstellung seit langem in der Kritik steht, erhält eine moderne und kritische Einordnung.

Das Herzstück der Umgestaltung nach dem Entwurf der Künstlerin Alke de Luise bildet eine neue, barrierefreie Platzfläche mit Sitzmöglichkeiten sowie ein Feld aus aufrecht stehenden, verkohlten Holzstelen. Diese sollen als bewusster Kontrast zum martialischen Charakter des alten Denkmals fungieren und einen Ort des Nachdenkens und der Völkerverständigung schaffen. Durch Informationstafeln wird das historische Denkmal zudem fachgerecht eingeordnet.

2021 auf dem Weg gebracht durch die rot-grünen Bürgerschaftsfraktionen (vlnr: Regina Jäck, Andreas Ernst, Lars Pochnicht)

Die Bauarbeiten sollen bereits die kommenden Wochen beginnen. Für die gesamte Maßnahme ist eine Bauzeit von etwa vier bis fünf Monaten veranschlagt, sodass mit einer Fertigstellung im Spätsommer 2026 zu rechnen ist. Während der Bauphase kann es im Bereich der Grünanlage am Alten Teich zu temporären Wegesperrungen kommen, da Teile der Wege als Baustellenzufahrt genutzt werden.

Beginn der Entsiegelungsmaßnahme an der Seebek

An der Seebek, in Höhe des Schwimmbads, haben die Arbeiten zur Entsiegelung einer alten Asphaltfläche begonnen. Eine bisher ungenutzte und überwucherte Wegeverbindung wird zurückgebaut und in eine Blühwiese umgewandelt. So entsteht eine ökologische Verbindung zwischen der vom NABU betreuten bienenfreundlichen Wiese und dem Uferbereich.

Der Pfad entlang der Seebek (Foto: L. Judt)

Die Maßnahme geht auf einen Antrag der damaligen rot-grünen Koalition aus dem Jahr 2022 zurück und wird heute von der Wandsbek-Koalition aus SPD, Grünen und FDP umgesetzt. Finanziert wird sie über den „NaturCent“, ein Programm, das Projekte zur Verbesserung von Grün- und Lebensqualität im gesamten Wandsbeker Bezirk unterstützt.

Julia Funk, Fachsprecherin Klima und Umwelt der Wandsbeker SPD-Fraktion: „Die Entsiegelung von Flächen, die nicht mehr benötigt werden, wie beispielsweise der Fußweg entlang der Seebek, ist ein wichtiger Aspekt bei der Anpassung unserer Stadt an den Klimawandel. Das Wasser aus immer häufiger auftretenden Starkregenereignissen kann dadurch leichter versickern und steht dann in Trockenperioden den Pflanzen zur Verfügung. Wir freuen uns deshalb sehr, dass die Mittel aus dem NaturCent für die ökologische Aufwertung des Gebiets verwendet werden und gleichzeitig eine bessere Anpassung an das Klima gewährleisten.“